Stiller Applaus für Live-Orgelimprovisation zum Stummfilm „Johanna von Orléans“

Der Stummfilm "Die Passion der Jungfrau von Orléans" wurde mit einer Live-Orgelimprovisation im Mindener Dom aufgeführt. Foto: DVM
Der Stummfilm „Die Passion der Jungfrau von Orléans“ wurde mit einer Live-Orgelimprovisation im Mindener Dom aufgeführt. Foto: DVM

Minden (DVM). Der Mindener Dom als Aufführungsort für ein besonderes Projekt. Aus Anlass seines 75-jährigen Bestehens präsentierte der überkonfessionelle Förderverein Dombau-Verein Minden (DVM) in der Kathedrale eine Live-Orgelimprovisation des Würzburger Domorganisten Prof. Stefan Schmidt zum Film „Die Passion der Jungfrau von Orléans“.

Andächtig verfolgte das Publikum die beeindruckenden Bilder dieses Stummfilms aus dem Jahr 1928, der als außergewöhnliches Filmkunstwerk gilt, und die eindringliche Musik des Organisten Stefan Schmidt auf der Kuhn-Orgel. Der bat, angesichts dieser „Passion“ am Ende des Films auf Applaus zu verzichten. So blieben viele Zuschauerinnen und Zuschauer noch minutenlang sitzen, um so das Musikereignis Schmidts zu würdigen.

Das Konzert bildete den Abschluss der dreiteiligen Orgelreihe zum Auftakt der Jubiläumsveranstaltungen des DVM. Bei dieser Reihe ging der Förderverein neue Wege. Erstmals konnte das Publikum das Spiel des Organisten auf der Kuhn-Orgel unmittelbar auf sechs Großmonitoren quasi ganz nah dran im Dom verfolgen. Außerdem wurden die Konzerte im Internet live gestreamt. Ziel: eine möglichst große Teilhabe für Menschen, die keine Möglichkeit haben, solche Konzerte vor Ort im Dom zu verfolgen.

„Möglich wurde all das durch die großzügige finanzielle Unterstützung heimischer Unternehmen und der Stadt Minden aus ihrem Kulturfonds 2021“, dankte der Vorsitzende des überkonfessionellen Fördervereins, Hans-Jürgen Amtage. Die Jubiläumsveranstaltungen werden in den kommenden Wochen mit Vorträgen, Konzerten und musikalischen Lesungen fortgesetzt. Tickets sind online erhältlich unter https://ticketshop.domschatz-minden.de

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4 Gedanken zu „Stiller Applaus für Live-Orgelimprovisation zum Stummfilm „Johanna von Orléans“

  1. Ein eindrucksvoller Konzertabend im Dom, der uns im Anschluß noch lange hat über die Eindrücke sprechen lassen. Da sind zum einen die hervorragenden Leistungen der damaligen Schauspieler, die mit ihrer Mimik diesem Stummfilm eine äußerst intensive Bildsprache gaben. Da ist zum anderen die einfühlsame und pointierte Orgelimprovisation von Prof. Schmidt gewesen, die diese Bildsprache ebenso intensiv untermalt hat. Vielen Dank für diesen besonderen Konzertabend. Schade allerdings war, daß die französischen Zwischentexte nicht in deutscher Sprache untertitelt wurden.

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider wurden aufgrund eines technischen Problems die deutschen Untertitel nicht mit übertragen, was bei der Probe noch funktionierte. Während des Konzerts konnten wir das Problem leider nicht mehr beheben.

  2. Das Konzert zum Film „Johanna von Orleans“ war ziemlich enttäuschend. Die Zwischentitel in Französisch waren eine echte Zumutung. Ohne Aufbietung aller meiner Spanisch, Latein und Englisch-Kenntnisse wäre garnichts gegangen. Vermutlich ist es nicht nur mir so ergangen.
    Ach ja, da war noch das Orgelspiel von Herrn Schmidt. Außer Lautstärke ist mir nichts im Gedächtnis geblieben. Ich denke, die Kinoorgelspieler in den 20er Jahren hatten da mehr drauf. Der „Stille Applaus“ war der Leistung angemessen.

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider wurden aufgrund eines technischen Problems die deutschen Untertitel nicht mit übertragen, was bei der Probe noch funktionierte. Während des Konzerts konnten wir das Problem leider nicht mehr beheben.

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