Orgelkonzert für Kinder (und Erwachsene) | Josef und seine Brüder

Orgelkonzert für Kinder (und Erwachsene) | Besuch bei einer Königin – Josef und seine Brüder

Das Konzert fand am 24. September 2021 im Dom zu Minden aus Anlass des 75-jährigen Bestehens des überkonfessionellen Fördervereins Dombau-Verein Minden (DVM) statt.

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Die Orgel gilt nicht nur als Königin der Instrumente, 2021 ist sie auch das Instrument des Jahres. Zum Besuch bei einer Königin lud daher der Dombau-Verein Minden aus Anlass seines 75-jährigen Bestehens mit einem Konzert für Kinder (und Erwachsene) ein.

Im Mittelpunkt des Konzertnachmittags stand das Stück „Josef und seine Brüder“ – eine biblische Geschichte in Musik für Kinder (und Erwachsene) von Michael Benedict Bender.

„Josef und seine Brüder“ ist gegenwärtig das einzige Orgelkonzert für Kinder mit einem biblischen Stoff. Ähnlich wie bei „Peter und der Wolf“ sind auch hier den einzelnen Figuren der Geschichte musikalische Themen in charakteristischen Orgel-Registrierungen zugeordnet. Das ermöglicht Kindern, auf spielerische Weise gleichzeitig eine biblische Geschichte und das Instrument Orgel kennenzulernen.

Zu Beginn des Konzerts stellte der Mindener Domorganist Peter Wagner die große Kuhn-Orgel im Dom vor. Anhand von Einblicken in die Orgel erläuterte er das 1996 gebaute Instrument, das vom Dombau-Verein Minden umfangreich finanziell gefördert wurde. Dekanatskantor und Organist Harald Gokus aus Rheda-Wiedenbrück präsentierte dann gemeinsam mit Sprecher Günther Ebbersmeyer „Josef und seine Brüder“.

Durch den Einsatz von im Bereich des Orgeltischs installierten TV-Kameras und die Übertragung auf Großmonitore ermöglichte der Dombau-Verein Minden (DVM) dem Publikum in der Kathedrale erstmalig einen unmittelbaren Einblick in das Orgelspiel des Organisten an der großen Kuhn-Orgel im Mindener Dom.


Die Organisten:

Domorganist Peter Wagner, Minden
Domorganist Peter Wagner, Minden

Peter Wagner, Minden, geb. 1967 in Karlstadt/Main, studierte an der Musikhochschule Köln „ Kath. Kirchenmusik“ (A-Examen) u. a. bei Domorganist Clemens Ganz (Orgel), Henning Frederichs (Chor- und Orchesterleitung, Dirigieren), Nina Tichman (Klavier) und Phillip Langshaw (Gesang, Stimmbildung), am Konservatorium Würzburg bei Egidius Doll „Orgelimprovisation“ (Staatl. Reifeprüfung) und an der Universität „Mozarteum“ Salzburg bei Elisabeth Ullmann „Konzertfach Orgel“ (Diplom-Abschluss, Verleihung des akademischen Titels „Magister artium“). Weiterführend nahm er an verschiedenen internationalen Meisterkursen namhafter Interpreten teil, ergänzt um ein Gaststudium im Fach „Tonsatz“ an der Musikhochschule Würzburg (bei Zsolt Gárdonyi).

Seine Konzerttätigkeit führte ihn in mehrere europäische Länder, nach Japan, Israel und Ägypten. Lehraufträge für Orgel und Musiktheorie in Würzburg, Fulda und Kassel, eine umfassende Referententätigkeit, CD- und Rundfunkproduktionen sowie mehrere Publikationen – darunter die zu Standardwerken avancierten Lehrwerke „Orgelimprovisation mit Pfiff“ (Strube-Verlag, München) und „Kompendium der Orgelspieltechnik“ (Bärenreiter-Verlag, Kassel) – bekunden sein breit gefächertes musikalisches Schaffen.

Nach Anstellungen als Kirchenmusiker in Karlstadt a. M., Diözesanmusikassistent in Würzburg und Bildungsreferent an der Bayerischen Landesmusikakademie Hammelburg wurde er 2004 in der Funktion als Dekanatskirchenmusiker für das Erzbistum Paderborn an den Dom zu Minden berufen.

 

Dekanatskantor Harald Gokus, Rheda-Wiedenbrück
Harald Gokus, Rheda-Wiedenbrück

Harald Gokus, Rheda Wiedenbrück, geb. 1963 in Olpe, studierte Kirchenmusik (A-Examen) an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf bei Rosalinde Haas. Private Studien und Meisterkurse folgten bei Hubert Schoonbroodt (Belgien), Bert Matter (Niederlande), Franz Lehrndorfer und Michael Radulescu. Seit 1991 ist er Kantor an St. Clemens und Künstlerischer Leiter der dortigen Konzertreihen. Als Dekanatskantor und Dozent im Erzbistum Paderborn ist er für die C-Ausbildung und die Fortbildung von Kirchenmusikern zuständig.

Seit der Gründung des Paderborner Diözesanverbands der Kinder-und Jugendchöre„Pueri Cantores“ im Jahr 2011 ist Harald Gokus dessen Vorsitzender. Zahlreiche Solokonzerte und Konzerte u. a. zusammen mit dem Trompeter Rupprecht Drees (Weimar), dem Akkordeonisten Piotr Rangno (Gronau) sowie der Formation „Beatwo“ (Sebasian Gokus und Jan Jesuthas – Perkussion und Synthesizer) führen ihn immer wieder zu bedeutenden Konzertstätten und Orgelfestivals im In- und Ausland.

Für hervorragende Leistungen im Kulturleben von Ostwestfalen-Lippe wurde Harald Gokus von den Presseorganen Neue Westfälische, Lippische Landes-Zeitung und Haller Kreisblatt ein Stern des Jahres 2016 verliehen.