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Umjubelter Auftakt für „Die Mindener“ mit Peter Wagner

Domorganist Peter Wagner begeisterte beim Auftakt der Orgelreihe "Die Mindener". Foto: DVM
Domorganist Peter Wagner begeisterte beim Auftakt der Orgelreihe „Die Mindener“. Foto: DVM

Domorganist Peter Wagner begeistert im Mindener Dom – Große Kuhn-Orgel und Querhausorgel entfalten ihre ganze Klangvielfalt

Minden (DVM). Mit lang anhaltendem Beifall und großer Begeisterung ist am Dienstagabend die neue Orgelkonzert-Reihe „Die Mindener“ im Mindener Dom gestartet. Zum Auftakt präsentierte Domorganist Peter Wagner unter dem Titel „Französische Königin und deutsche Prinzessin“ ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm. Dabei schöpfte er die klanglichen Möglichkeiten sowohl der großen Kuhn-Orgel als auch der kleineren Orgel im Querhaus eindrucksvoll aus.

Schon mit Louis Viernes berühmtem „Carillon de Westminster“ setzte Wagner einen fulminanten Auftakt. Es folgten Werke unter anderem von Charles-Marie Widor, Amédée Reuchsel, René Vierne und Marcel Dupré. Einen besonderen Akzent setzte das Intermezzo: An der Querhausorgel spielte Wagner Hermann Grollmanns Variationen über „Laudate omnes gentes“.

Besondere Dramaturgie

Gerade der Wechsel zwischen den beiden Instrumenten verlieh dem Konzert eine besondere Dramaturgie. Die große Kuhn-Orgel entfaltete ihre mächtige Klangfülle, während die kleinere Querhausorgel mit differenzierten, beinahe kammermusikalischen Klangfarben einen reizvollen Kontrast setzte. Kraftvolle und festliche Passagen wechselten mit leisen und meditativen Momenten – der Dom wurde zum Resonanzraum eines musikalischen Dialogs.

In der zweiten Programmhälfte erklangen Werke von Eugène Gigout, Gabriel Fauré, Charles Quef und Louis Lefébure-Wély. Mit der Toccata aus Félix-Alexandre Guilmants d-Moll-Symphonie und einer Zugabe setzte Wagner einen virtuosen Schlusspunkt. Das Publikum dankte ihm mit lang anhaltendem, begeistertem Applaus.

Jubiläumsprogramm des Dombau-Vereins Minden

Zu Beginn hatte Hans-Jürgen Amtage, Vorsitzender des veranstaltenden überkonfessionellen Dombau-Vereins Minden (DVM), die Konzertbesucher begrüßt und die Idee hinter „Die Mindener“ erläutert. Die Reihe gehört zum Jubiläumsprogramm anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Dombau-Vereins und stellt zugleich die Orgelmusik und die außergewöhnlichen klanglichen Möglichkeiten des Mindener Domes in den Mittelpunkt.

„Peter Wagner hat an diesem Abend eindrucksvoll gezeigt, welche Klangwelten unsere Orgeln und dieser einzigartige Kirchenraum eröffnen können. Ein besserer Auftakt für unsere Reihe ‚Die Mindener‘ war kaum vorstellbar“, sagte Amtage nach dem Konzert. „Die Begeisterung des Publikums ist für uns zugleich Bestätigung und Ansporn für die beiden noch folgenden Abende.“

Weiter geht es am Dienstag, 22. September, um 19.30 Uhr mit Gereon Krahforst, Abteiorganist von Maria Laach und früher selbst in Minden tätig. Sein Konzert steht unter dem Titel „Von den Engeln“. Den Abschluss der Reihe gestaltet am Dienstag, 29. September, um 19.30 Uhr der international renommierte Organist Martin Schmeding aus Leipzig mit „Lobgesänge“.

Veranstalter ist der Dombau-Verein Minden. Tickets für die beiden weiteren Konzerte gibt es im Domschatz Minden, Kleiner Domhof 24, sowie online bei dvm-event.de.

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