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Dombau-Verein Minden wichtiger Akteur für die Stadtgesellschaft

DVM-Vorsitzender Hans-Jürgen Amtage erläuterte der Ersten Beigeordneten der Stadt Minden, Daniela Giannone, verschiedene Exponate des Domschatzes Minden, wie diesen fast 1000 Jahre alten Fensterrahmen aus dem Mindener Dom. Foto: DVM/Heidi Genrich
DVM-Vorsitzender Hans-Jürgen Amtage erläuterte der Ersten Beigeordneten der Stadt Minden, Daniela Giannone, verschiedene Exponate des Domschatzes Minden, wie diesen fast 1000 Jahre alten Fensterrahmen aus dem Mindener Dom. Foto: DVM/Heidi Genrich

Minden (DVM). Über die vielfältige Arbeit des Dombau-Vereins Minden (DVM) für den Mindener Dom, den Domschatz und die Stadtgesellschaft hat sich Mindens Erste Beigeordnete Daniela Giannone bei einem Treffen mit dem DVM-Vorsitzenden Hans-Jürgen Amtage informiert. Im Mittelpunkt des ausführlichen Austausches standen neben der Entwicklung des überkonfessionellen Fördervereins auch aktuelle Projekte sowie die Bedeutung von Dom und Domschatz als Kultur- und Begegnungsorte im Herzen Mindens.

Amtage erläuterte die Entwicklung des 1946 gegründeten und damit in diesem Jahr 80 Jahre alten Vereins. Ursprünglich war der Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg schwer zerstörten Mindener Doms seine zentrale Aufgabe. Heute engagiert sich der DVM für den Erhalt, die Weiterentwicklung und die Vermittlung von Dom und Domschatz. Seit 2017 betreibt der Verein zudem den Domschatz Minden und hat dessen Profil als Kulturort kontinuierlich ausgebaut.

Daniela Giannone würdigte das große Engagement des Dombau-Vereins und insbesondere die umfangreiche ehrenamtliche Arbeit. Der Verein leiste mit seinen Aktivitäten einen wichtigen Beitrag für die Stadtgesellschaft und trage dazu bei, das kulturelle Erbe Mindens zu bewahren, zugleich aber auch lebendig und für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zugänglich zu machen. Die Verbindung von Denkmalschutz, Kulturvermittlung, Ehrenamt und gesellschaftlicher Begegnung sei ein wertvoller Baustein für das kulturelle Leben der Stadt.

„Wir verstehen uns ganz bewusst nicht nur als Förderverein für ein bedeutendes Baudenkmal, sondern auch als Gesellschaftsverein für Minden“, betonte Amtage. „Der Dom ist Gotteshaus, aber zugleich ein über 1200 Jahre gewachsener Geschichts-, Kultur- und Erinnerungsort. Dieses Erbe wollen wir bewahren, vermitteln und für möglichst viele Menschen erlebbar machen.“

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die ehrenamtliche Arbeit im Domschatz. Führungen, Ausstellungen, Vorträge, Lesungen, Konzerte und besondere Veranstaltungsformate haben dazu beigetragen, das Haus am Kleinen Domhof als kulturellen Treffpunkt zu etablieren. Zugleich engagiert sich der DVM mit zahlreichen Projekten unmittelbar für den Mindener Dom.

Zur Sprache kamen auch die aktuellen Überlegungen für eine Lichtinstallation am Westwerk des Domes. Sie soll die außergewöhnliche Architektur stärker in Szene setzen und zugleich zur Aufwertung des Kleinen Domhofs beitragen. Die Installation könnte zu unterschiedlichen Jahreszeiten, Festtagen und Veranstaltungen variabel genutzt werden. Auch die Fassade des Domschatzes soll – wie bereits während der Corona-Pandemie – als Projektionsfläche einbezogen werden können.

Einen weiteren Einblick erhielt Giannone in das umfangreiche Programm zum 80-jährigen Bestehen des Dombau-Vereins. Dazu gehören unter anderem die Ausstellung des Südtiroler Bildhauers Wilhelm Senoner im Mindener Dom, die Orgelkonzertreihe „Die Mindener“ sowie das Jubiläumskonzert mit dem Leipziger Mittelalterensemble Nimmersêlich.

Für Amtage ist dabei die Zusammenarbeit mit der Stadt von besonderer Bedeutung. Dom, Domschatz sowie Kleiner und Großer Domhof bildeten ein historisches Ensemble, dessen Potenzial für Kultur, Tourismus und Innenstadtentwicklung noch stärker genutzt werden könne.

„Wer sich für Dom und Domschatz engagiert, engagiert sich auch für Minden“, so Amtage. „Deshalb freuen wir uns sehr über das Interesse von Daniela Giannone und den intensiven Austausch. Uns verbindet das Ziel, die historische Mitte unserer Stadt lebendig zu halten und Orte zu schaffen, an denen Geschichte, Kultur und Begegnung zusammenkommen.“

Das Treffen soll deshalb nicht nur der Information dienen, sondern zugleich den Dialog zwischen Stadt und Dombau-Verein stärken. Beide Seiten sehen in der Zusammenarbeit und im bürgerschaftlichen Engagement wichtige Voraussetzungen dafür, Mindens kulturelles Erbe zu erhalten und zugleich neue Impulse für die Stadtgesellschaft zu setzen.

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