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Ausstellung im Dom: Wilhelm Senoner – Skulptur · Raum · Spiritualität

Der Mindener Dom wird im September 2026 zu einem besonderen Ort der Begegnung von mittelalterlicher Architektur und zeitgenössischer Kunst. Foto: DVM
Der Mindener Dom wird im September 2026 zu einem besonderen Ort der Begegnung von mittelalterlicher Architektur und zeitgenössischer Kunst. Foto: DVM

Minden (DVM). Der Mindener Dom wird im September zu einem besonderen Ort der Begegnung von mittelalterlicher Architektur und zeitgenössischer Kunst. Unter dem Titel „Wilhelm Senoner – Skulptur · Raum · Spiritualität“ präsentiert der Dombau-Verein Minden vom 5. September bis 4. Oktober 2026 Werke des renommierten Südtiroler Bildhauers Wilhelm Senoner.

Senoners Skulpturen sind geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Menschen, seiner Verletzlichkeit, seiner Würde und seiner Suche nach Orientierung und Transzendenz. Seine überwiegend aus Holz geschaffenen Figuren erzählen keine Geschichten im klassischen Sinne. Sie laden vielmehr zum Innehalten, Betrachten und Nachdenken ein. Gerade im mehr als 1200 Jahre alten Mindener Dom entfalten sie dabei eine besondere Wirkung.

Kunst im Dialog mit einem besonderen Raum

„Die Ausstellung ist bewusst nicht als klassische Präsentation in einem Museum oder einer Galerie konzipiert“, betont der Vorsitzende des Dombau-Vereins Minden (DVM), Hans-Jürgen Amtage. Senoners Werke trete hier in einen unmittelbaren Dialog mit der Architektur, der Geschichte und der spirituellen Atmosphäre des Mindener Doms. Romanische und gotische Architektur, jahrhundertealte Kunstwerke und zeitgenössische Skulpturen begegneten sich und eröffneten neue Perspektiven.

Der Titel „Skulptur · Raum · Spiritualität“ beschreibt diesen Gedanken: Die Figuren verändern durch ihre Präsenz die Wahrnehmung des Raumes – und zugleich gibt der Kirchenraum den Skulpturen eine zusätzliche Dimension.

Eine besondere Verbindung zu Minden

Mit dem Mindener Dom ist Wilhelm Senoner seit vielen Jahren eng verbunden. Der Bildhauer aus St. Ulrich in Gröden war maßgeblich an der Rekonstruktion der Goldenen Tafel beteiligt, die seit 2002 wieder den Hochchor des Mindener Doms prägt.

Die mittelalterliche Goldene Tafel gehörte einst zu den bedeutendsten Kunstwerken des Doms. Während sich wesentliche Teile des historischen Originals heute im Berliner Bode-Museum befinden, vermittelt die von Senoner geschaffene Rekonstruktion in Minden wieder einen Eindruck von der ursprünglichen monumentalen Wirkung des Hochaltarretabels.

Damit kehrt Wilhelm Senoner mit der Ausstellung gewissermaßen an einen Ort zurück, an dem eines seiner bedeutenden Werke seit mehr als zwei Jahrzehnten zum Erscheinungsbild des Domes gehört.

Einladung zum Entdecken und Innehalten

Der überkonfessionelle Dombau-Verein Minden möchte mit der Ausstellung zeitgenössische Kunst und das kulturelle Erbe des Mindener Doms miteinander verbinden. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die Skulpturen Senoners nicht nur als Kunstwerke zu betrachten, sondern sich auf ihre Wirkung innerhalb dieses außergewöhnlichen Raumes einzulassen.

So entsteht für vier Wochen eine Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Architektur und Skulptur, zwischen Kunst und Spiritualität.

Wilhelm Senoner – Skulptur · Raum · Spiritualität
5. September bis 4. Oktober 2026
Mindener Dom
Täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

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